Dynamische Stromtarife gelten als wichtiger Baustein der Energiewende. Sie schaffen Anreize für einen bewussteren Energieverbrauch und eröffnen neue Möglichkeiten zur Optimierung von Stromkosten. Gleichzeitig stehen viele Energieversorger vor der Herausforderung, diese komplexen Tarife und Kostenbestandteile für Endkunden nachvollziehbar darzustellen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Zusammenarbeit von ITC AG und der GET AG genau dieses Problem adressiert, welche technischen Möglichkeiten dahinterstehen und welchen konkreten Mehrwert Verbraucher und Energieversorger daraus ziehen können.
Mit der zunehmenden Verbreitung intelligenter Messsysteme entstehen immer detailliertere Verbrauchsdaten. Gleichzeitig verändern sich Strompreise zunehmend dynamisch – beeinflusst durch Börsenpreise, zeitvariable Netzentgelte sowie verschiedene Steuern, Umlagen und Abgaben. Für viele Endkunden ist kaum nachvollziehbar, warum Strom zu bestimmten Zeiten günstig oder teuer ist.
Genau an diesem Punkt setzt die gemeinsame Lösung von ITC AG und der GET AG an. Mithilfe der Simplifier API können viertelstündliche Preisverläufe dynamischer Stromtarife direkt mit den individuellen Lastgangdaten aus Smart Metern kombiniert werden. Die Daten werden dabei nahtlos in bestehende ITC-Kundenportale oder Apps integriert – dort, wo die Kunden ihre Informationen ohnehin bereits abrufen.
Das Ergebnis ist eine transparente und verständliche Darstellung der tatsächlichen Stromkosten auf Viertelstundenbasis unter Berücksichtigung aller relevanten variablen Komponenten wie Börsenpreisinformationen oder Netzentgelten (inkl. Modul 3). Verbraucher erhalten erstmals die Möglichkeit, detailliert nachzuvollziehen, wann Strom günstig oder teuer war und wie sich ihr individuelles Verbrauchsverhalten konkret auf ihre Energiekosten ausgewirkt hat.
Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch nicht allein durch die Visualisierung der Daten, sondern durch das daraus gewonnene Verständnis. Endkunden erkennen unmittelbar, wann sich eine Lastverschiebung lohnt und welches Einsparpotenzial in dynamischen Tarifen steckt.
Besonders wirkungsvoll wird dieser Ansatz in Kombination mit professionellen Energiemanagement-Systemen (EMS). Aus transparenten Preissignalen entstehen konkrete Handlungsempfehlungen, die dabei helfen, Stromverbrauch gezielt in günstigere Zeitfenster zu verlagern. Dadurch werden nicht nur Kostenvorteile realisiert, sondern auch messbare Energieeinsparungen ermöglicht.
Für Energieversorgungsunternehmen (EVU) ergeben sich daraus ebenfalls erhebliche Vorteile. Dynamische Produkte lassen sich einfacher erklären, die Akzeptanz bei Endkunden steigt und gleichzeitig entsteht eine belastbare Grundlage für neue Tarifmodelle sowie innovative Serviceangebote.
Technisch basiert die Lösung darauf, vorhandene Smart-Meter-Daten aus den ITC-Systemen mit den viertelstündlichen Preiskomponenten dynamischer Stromtarife über die GET AG Simplifier API effizient zu verknüpfen. Dadurch entfällt für EVU die Notwendigkeit, selbst komplexe Logiken und Berechnungsmodelle aufzubauen.
Energieversorgern eröffnet sich die Möglichkeit, als Innovationspartner eine Vorreiterrolle bei der modernen Stromtarifgestaltung einzunehmen. Im Rahmen der Kooperation mit der ITC AG wird Stadtwerken und Versorgern die Chance geboten, die viertelstündliche Preisvisualisierung mit Smart-Meter-Integration frühzeitig im eigenen Kundenportal zu etablieren. Partner profitieren dabei von exklusivem Vorab-Zugang zu neuen Portal-Funktionen und dem technischen Premium-Support während der Einführungsphase. Das Projekt bietet EVU die Möglichkeit, ihr Kundenportal zukunftssicher aufzustellen, Endkunden maximale Transparenz bei dynamischen Tarifen zu bieten und die funktionale Weiterentwicklung aktiv zu begleiten.
Dynamische Stromtarife bieten enormes Potenzial für mehr Effizienz und Kostenoptimierung im Energiemarkt. Damit Verbraucher diese Vorteile tatsächlich nutzen können, braucht es jedoch transparente und verständliche Darstellungen der Preis- und Verbrauchsdaten. Die Zusammenarbeit von ITC und der GET AG schafft hierfür eine effiziente, praktikable Lösung: Durch die Verknüpfung von Smart-Meter-Daten mit viertelstündlichen Preis- und Entgeltinformationen erhalten Endkunden einen klaren Überblick über ihre tatsächlichen Stromkosten und Einsparmöglichkeiten. Gleichzeitig profitieren Energieversorger von besser erklärbaren Produkten und neuen digitalen Serviceansätzen.
Sie wollen das Thema für Ihr Kundenportal angehen und den Use Case auf Basis der vorgestellten Lösung mit ITC und GET AG umsetzen und gegebenenfalls weiterentwickeln? Dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen!